Zukunftsforum

Gespräch Jury - Wettbewerb-Gewinnerin

Frühling 2014

Gespräch des Präsidenten mit der Gewinnerin des Jury - Wettbewerbes

Von den 251 Wettbewerbsteilnehmern, welche die eingereichten Ideen und Konzepte bewerteten, gewann eine 67- jährige Frau per Losentscheid den Gewinn von fünfhundert Franken. Sie lebt mit ihrem Ehemann in einem einfachen Einfamilienhaus am Rande des Dorfes, 1.3 km vom Zentrum entfernt. Sie möchte anonym bleiben, war aber bereit, mit dem Präsidenten des Zukunftsforums, Dr. med. Andreas Rohner, ein Gespräch im Interview-Stil zu führen.

Die Gewinnerin freute sich über den erhaltenen Geldbetrag, meinte jedoch umgehend, sie hätte auch ohne Aussicht auf einen solchen Gewinn am Wettbewerb teilgenommen. Sie habe die Informationsbroschüre mit Interesse gelesen und studiert. Sie hat von einer Nachbarin vom Zukunftsforum gehört, aber auch die Broschüre erhalten und die Zeitung gelesen. Sie besitzt auch einen Internetanschluss. Sie wisse zwar nicht, wer nebst dem Präsidenten, sonst noch hinter dem Zukunftsforum stehe. Dies störe sie aber nicht. Es brauche so oder so Mut, an die Öffentlichkeit zu treten. Auch wenn sie die weiteren Namen des Vorstandes nicht wisse, würde sie dem Zukunftsforum Anliegen anvertrauen. Die Plattform des Zukunftsforums sei eine gute Möglichkeit für den einfachen Bürger sich zu äussern.

Auf die Frage, weshalb sie das „Begleitete Wohnen im Zentrum“ gewählt habe sowie auf Rang zwei den „grossen Saal“, meinte die Wettbewerbsgewinnerin: „ Das Alters- und -Pflegeheim ist wie ein Ghetto, draussen vor dem Dorf. Es gibt in unserem Dorf keine Zwischenlösung vor dem Altersheimeintritt. Ich möchte für meine Zukunft im Alter eine kleine Zweizimmerwohnung im Zentrum, weil mir die Selbstständigkeit und die eigene Verantwortung wichtig ist. Ich möchte in meinen eigenen vier Wänden leben, weil ich da am besten einen strukturierten Tagesablauf pflegen kann. Wenn ich in meiner Wohnung bin, lasse ich mich weniger gehen und bleibe so fitter. Beim Begleiteten Wohnen habe ich eine gewisse Sicherheit in der Nähe (gemeint ist eine Pflegefachperson). Ich habe auf Rang 2 den grossen Saal gesetzt. Im Alter möchte ich gerne an Abendanlässen mit Unterhaltung teilnehmen und bei einem Saal im Zentrum müsste ich keine Angst vor dem langen Heimweg haben. Eine Durchmischung der Generationen ist gut, wenn der Spielplatz ganz in der Nähe ist. Ich denke, dass ganz alt und ganz jung gut zueinander passen.“

Vielen Dank Frau XY für Ihr Mitmachen und dieses Interview.

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