Zukunftsforum

Idee Nr.4

Sinnvolle Beschäftigung für Senioren

Das Wohnheim Speer hat in Ebnat-Kappel eine lange Tradition. Als Bürgerheim galt es früher als Armenhaus des Dorfes. Inzwischen hat es jedoch dieses Image zu Recht verloren. Trotzdem stammen deren Bewohner meist aus dem bäuerlichen Umfeld, da die dortigen Zimmer nur über einen mässigen Komfort verfügten. Auch in Zukunft braucht Ebnat-Kappel für seine bäuerlich orientierten Senioren diese Institution. Der Wegfall des Bauernbetriebes, die Sistierung der Holzverarbeitung und die Schliessung der Küche im Wohnheim Speer für die Hauptmahlzeiten haben den Wert und die Atmosphäre des Wohnheims Speer empfindlich vermindert. Den Bewohner fehlt jene Beschäftigung, die sie in ihrem aktiven Leben geliebt haben – Holz-Landwirtschaft-Kochen.
Die Bewohner des Wohnheims Speer sind traurig, weil sie nicht mehr in der Küche arbeiten können, wo sie ihre Rübli und Kartoffeln schälen durften etc. Muss das so bleiben? Wäre es nicht sinnvoller, statt der Einstellung einer Fachperson für Beschäftigung den Bewohnern ihre geliebte Tätigkeit wieder zu geben. Wäre es möglich, dass sie ihre Rüebli und Kartoffeln weiterhin schälen dürfen, diesmal einfach für die Gastronomie-Betriebe im Dorf oder für die zentrale Küche des APH Wier. Wir haben in unserer modernen Gesellschaft die handwerklichen Arbeiten durch Maschinen wegrationalisert, um die Produktionskosten zu senken. Den gleichen Effekt der Kostensenkung könnten wir erreichen, indem wir die Senioren mit Einsatzwillen und Einsatzfreude erneut ins Dorfleben integrieren gemäss ihren Wünschen und gemäss ihren Fähigkeiten. Es geht dabei nicht in erster Linie ums Geldverdienen, sondern um Wertschätzung und Einbezug der älteren Menschen in die Dorfgemeinschaft.

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