Zukunftsforum

Sozialhilfe

Wie die Sozialhilfe vom Projekt profitieren könnte

Der Staat bezahlt einer Person, die Sozialhilfe beansprucht, die monatliche Krankenkassenprämie wie auch die anfallenden Arztkosten. Dabei ist eine Franchise von 300 Fr. vorgeschrieben, um angeblich die Arztkosten niedrig zu halten. Der entsprechende Betrag wird nicht dem Sozialhilfeempfänger ausbezahlt, sondern direkt an die Krankenkasse überwiesen.

Im Kantons St. Gallen waren 2017 rund 313 000 Personen bei den vier grossen Krankenkassen Swica, CSS, Helsana und Concordia versichert, also die Mehrheit der Bevölkerung. Bei diesen vier Krankenkassen liegen die monatlichen Prämien für einen Erwachsenen mit einer Franchise von 300 Fr. zwischen 389.70 Fr. und 405.50 Fr.

Würde ein Sozialhilfeempfänger beim Projekt mitmachen dürfen, dann wäre er bei der Assura im Hausarztmodell versichert und für ihn müsste monatlich lediglich 308.40 Fr. bezahlen werden bei einer Franchise von 300 Fr und bei der Maximalfranchise von 2500 Fr. nur 189.10 Fr. Daraus ergibt sich folgendes:


-Der Sozialhilfeempfänger bzw. das Sozialamt würde durch den Wechsel der Krankenkasse und der Wahl des Hausarztmodells mindestens 80 - 100 Fr. pro Monat sparen.
-Bei einer Franchise von 2500 Fr. wäre die Ersparnis sogar 2 596.80 Fr., also mehr als die Franchise.

Das Sozialamt könnte pro Person ein Sparpotential von 1000 - 2500 Fr. nutzen, ohne dass der Sozialhilfeempfänger eine Verminderung der medizinischen Leistungen erleidet. Aber sie darf es administrativ nicht.

Die Schlussfolgerung lautet:
Es besteht Handlungsbedarf der Sozialhilfe im Bereiche des Gesundheitswesens.