Zukunftsforum

Ergänzungsleistungen

Projektteilnehmer mit Ergänzungsleistungen

1. Allgemeines zu den Ergänzungsleistungen:
Wer AHV oder IV bezieht, kann zur Deckung des Existenzbedarfes Ergänzungsleistungen beziehen. Diese werden individuell berechnet.

Die Ergänzungsleistungen beinhalten zwei finanzielle Beiträge:
-Jährliche Leistungen, die monatlich ausbezahlt werden
-Vergütung von Krankheitskosten und Behinderungskosten

2. Ergänzungsleistungen zur Deckung der Krankheitskosten
Die Ergänzungsleistungen finanzieren sämtliche Krankheitskosten, welche über die Grundversicherung anfallen. Dabei ist folgendes zu beachten:

-Der Kanton St. Gallen überweist einen bestimmten Beitrag direkt an die Krankenkasse zur Finanzierung der Krankenkassenprämie. Dieser festgelegte Betrag ist unabhängig von der realen Prämie und entspricht einer Durchschnittsprämie. Da im Projekt GS ist günstigste Versicherungslösung gewählt wird, liegt die effektive Assura-Jahresprämie deutlich unter dem vom Kanton überwiesenen Beitrag. Deshalb zahlt die Krankenkasse Assura den «zu viel» erhaltenen Betrag ans Projekt GS zurück zugunsten des Projektteilnehmers. Im Jahre 2019 waren dies rund 900 Fr.

-Die SAV St. Gallen vergütet an den Patienten die selbstgetragenen Kosten bis zu einem Betrag von 1000 Fr. (Franchise von 300 sFr. plus Eigenbeteiligung von 10% bis maximal 700 sFr.). Diese Rückvergütung erfolgt nicht automatisch, sondern auf Antrag hin. Das Projektbüro erledigt dies für den Projektteilnehmer.

3. Zusammenfassung:
Eine Person mit Ergänzungsleistungen braucht keinen monatlichen Beitrag ans Projektbüro GS zu bezahlen. Durch die Optimierung der Prämie resultiert für ihn ein jährliches Plus von 900 Fr. auf seinem Konto. Dieses Geld stände dem Projektteilnehmer nicht zur Verfügung bei der Wahl einer teureren Krankenkasse.